Blutsbrüder
Die Geschichte beginnt mit einem Jungen namens Temüdschin, der mit einem Blutklumpen in der Hand geboren wurde – ein Zeichen künftiger Größe. Sein frühes Leben war ein brutaler Überlebenskampf in der unbarmherzigen Steppe. Sein Vater wurde vergiftet, und seine Familie wurde verstoßen, um zu verhungern.
Um zu überleben, schmiedete Temüdschin ein Bündnis mit einem jungen Adligen namens Jamukha. Sie schworen einen Eid ewiger Brüderschaft (anda). Doch als Temüdschins Macht wuchs und er Anhänger nicht durch Abstammung, sondern durch Verdienst anzog, wurden die Brüder zu tödlichen Rivalen. Am Ende besiegte Temüdschin Jamukha, der um einen "edlen Tod" (ohne Blutvergießen) durch die Hand seines geschworenen Bruders bat.
Im Jahr 1206 rief ein großer Rat (Kurultai) Temüdschin zum Dschingis Khan ("Universeller Herrscher") aus. Er hatte das Unmögliche getan: Er hatte die kriegerischen Stämme zu einer einzigen Nation vereint.