Der erste Schuss: Eine Überraschung am Sonntagmorgen
Der Koreakrieg war der erste große militärische Konflikt des Kalten Krieges, ein "heißer" Krieg in einer Welt, die Angst vor atomarer Vernichtung hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Korea entlang des 38. Breitengrades geteilt: der sowjetisch unterstützte Norden unter Kim Il-sung und der US-unterstützte Süden unter Syngman Rhee. Beide Führer strebten danach, das Land unter ihrer eigenen Herrschaft zu vereinen.
Am Sonntagmorgen, dem 25. Juni 1950, startete die Koreanische Volksarmee (KVA) eine massive Überraschungsinvasion. Bewaffnet mit 242 sowjetischen T-34-Panzern und schwerer Artillerie zerschlugen sie die südkoreanischen Verteidigungen, die keine Panzer und wenig Panzerabwehrwaffen hatten. Die KVA überrollte die Halbinsel und eroberte Seoul, die Hauptstadt, innerhalb von drei Tagen.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, den die Sowjetunion boykottierte, stimmte dafür, Südkorea militärische Unterstützung zu senden. Präsident Harry S. Truman befahl US-Streitkräften den Einsatz und erklärte: "Wenn wir Korea im Stich lassen, werden die Sowjets weitermachen und einen Ort nach dem anderen schlucken."